Die Feuerprobe 4

Festlichkeit

Die Feierlichkeit war bereits im vollen Gange. An Bord überlegte man derzeitig noch, welche Kleidung für das Fest angebracht wäre. Man kam zu dem Entschluss, das die Führungsoffiziere in Galauniform erscheinen sollten. Da Fähnrich Coburn und Stringer noch nicht über eine solche Uniform verfügten, stelle man es ihnen frei in Uniform oder Freizeitkleidung zu erscheinen. Miss Fraser wurde vom Captain gebeten eines ihrer schönsten Abendkleider zu tragen, sofern sie denn ein solches besitzen würde. Sollte dies nicht der Fall sein, wollte man ein passendes Kleid für sie replizieren. An Bord der ATLANTIS machte man sich für die Feierlichkeiten auf dem Planeten fertig. Ffolkes tippte auf seinen Kommunikator und fragte bei der ATLANTIS an, wann die Delegation auf den Planeten beamen würde, die Mitglieder aus dem Stadtrat würde schon langsam nervös. Fähnrich Tomic-Voss, Lieutenant Gonzales, Lieutenant Caldwell und Lieutenant Meyer und Fähnrich Krämer waren das Brückenteam in dieser Schicht. Bis auf Fähnrich Krämer war die Brücke nur mit Frauen besetzt. Dies hatte es im Rotationswechsel der Schichten auch noch nicht gegeben. Aber Thorndyke brauchte sich hierum keine Sorgen zu machen. Auch wenn Fähnrich Krämer nicht Hahn im Korb spielen konnte, so hatte er als Fähnrich neben Miss Tomic-Voss als Fähnrich gewisse Vorteile.
„Lieutenant Gonzales machen sie eine Eintragung in das Logbuch. Der Captain und sein Stab verlassen gegen 21:15 Uhr die ATLANTIS, Ende der Eintragung“, sagte Thorndyke mit unruhiger Stimme zu Gonzales.
Thorndyke verschwand als sich die Türen schlossen und der Lift fuhr nach Deck vier. Er stieg aus dem Lift und ging langsam über den Flur und er fühlte sich nicht besonders. Im Transporterraum warteten mittlerweile alle die zu dieser Feier geladen waren, bis auf Thorndyke. Er betrat den Raum etwa vier Minuten später als die Anderen. Kurzum betrat auch er die Plattform und zeigte mit seiner rechten Hand die Bereitschaft zum beamen an. Der Chief tippte die Zielkoordinaten in die Konsole ein und fuhr mit der rechten Hand über die drei Streifen des Sequenzauslösers. Die Körper der Personen auf der Plattform hüllte sich wieder in das blaue Licht und verschwanden allesamt von der Plattform. Der Chief meldete an die Brücke, das der Transport erfolgreich durchgeführt worden sei.
Vor den Trümmern des Regierungsgebäudes hatten die Bewohner eine riesige Festtafel errichtet. Vor Kopf saßen die Mitglieder des Rates. Direkt an der rechten Seite im Anschluss saß auch Ffolkes. Zwar wollte man den Kontakt erst später herstellen, so wie man sich das überlegt hatte, aber dieses Kennenlernen und miteinander bekannt machen, war auch eine Möglichkeit. Thorndyke setzte sich zur linken Seite. Ein Teil seines Stabes setzte sich zu Ffolkes, der Rest zu ihm. Man trank und aß miteinander und als sich die Feier dem ende näherte, wurde es unruhig. Langsam aber sich machten sich die Eruptionen der Sonne bemerkbar. Der Captain stand auf, stellte sich auf eine der Bänke und versuchte den mit einigen beruhigenden Worten wieder für Friedseligkeit zu sorgen. Auch machte er den Ratsmitgliedern klar, solange das andere Schiffe nicht in der Umlaufbahn ist, würde er nicht abreisen. Außerdem versuchte er dem Rat verständlich zu machen, das die Bewohner sich ab jetzt auch stärkere winde vorbereiten sollten. Der Abend und das Fest klang aus. Der Stab der ATALNTIS verabschiedete sich von den Bewohnern von AMBROSIUS V und nochmals von Ffolkes. Dann entfernten sie sich ein wenig und ließen sich wieder an Bord beamen. Die Offiziere suchten sofort ihre Quartiere auf, um sich dann zur Ruhe zu begeben. Thorndyke brachte nach alter Ehren Sitte die Damen zu ihren Quartieren. Er verabschiedete sich von ihnen und ging dann auch in Richtung seines Quartiers. Dort angekommen zog er sich nach einem langen Tag nun die Galauniform aus, das Schlafgewand, bestehend aus Oberteil und kurzer Hose, an und legte sich auf sein Bett. Es dauerte nicht lange, da war er auch schon eingeschlafen.

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Absichtlicher Besuch bei den Zoldanern

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker erst um 7.00 Uhr. Thorndyke stand auf und schaute sich nochmals den Bericht zwischen den Zoldanern und den Bewohnern von Ascona VI an. Nach und nach machte er sich für den Dienst fertig. Er ging duschen und machte sich einen klaren Kopf, ließ vom Computer noch etwas Musik einspielen während er sich anzog und noch einen großen Pott schwarzen Kaffee trank. Es war inzwischen 7.45 Uhr geworden und er wollte spätestens um acht Uhr auf der Brücke sein. Seinem Stab hatte er eine etwas längere Auszeit gegönnt. Die Brücke wurde an diesem Morgen von der Gamma-Schicht, bestehend aus Lt. Carson, Conn, Lt.-Cmdr. Sherwood, OPS und Lt. Bolton an der taktische Station, besetzt. Die voran gegangene Schicht hatte keine Neuigkeiten zu berichten. Die restlichen Stationen ließ er später besetzen. Lt. Bolton, die erst vier Minuten an ihrer Station tätig war, informierte den Captain, das sich soeben die U.S.S. YOSEMITE gemeldet hatte. Und da kam sie auch schon in Sichtweite.
„Rufen sie, sie. Ich möchte sofort mit dem Captain sprechen.“
„Aye, Sir. Verbindung steht sie können sprechen,“ erwiderte Lt. Bolton.
Der Hauptschirm wechselte das Bild vom Planeten AMBROSIUS V und zeigte nun die Außenansicht der YOSEMITE, einem Raumschiff der Oberth-Klasse. Im direkten Anschluss des aktivierten Kommunikationskanals folgten zwei unterschiedliche Töne, die die Bereitstellung signalisierten. Der Hauptschirm wechselte nochmals das Bild und man sah die Brücke der YOSEMITE. Die Mitte füllte nun anschließend der Captain dieses Schiffes.
„Hallo Captain Issigonis, ich bin Captain William-Peter Thorndyke von der U.S.S. ATALNTIS. Schön das sie endlich hier sind. Ich würde es begrüßen, wenn sie innerhalb kürzester Zeit an Bord meines Schiffes kommen könnten. Ich habe einiges mit ihnen zu besprechen. Sagen wir in 30 Minuten, ich hole sie dann vom Transporterraum ab.“
„Gut Captain Thorndyke, ich nehme ihre Einladung gern und bin dann so in einer halben Stunde bereit.“
Der Hauptschirm wechselte wieder auf das Außenbild mit dem Planeten an der linken Seite und der Rest wurde von den riesigen Weiten des Weltalls eingenommen.
„Lt.-Cmdr. Sherwood, wenn ich den Captain der YOSEMITE abhole über nehmen sie das Kommando. Rufen sie Fähnrich McNielsen, sie kann die OPS so lange übernehmen. Ich werde schon mal alles vorbereiten. Lieutenant übernehmen sie sofort das Kommando. Ich bin im meinem Raum.“
„Aye Sir, Fähnrich McNielsen, kommen sie bitte sofort auf die Brücke.“
Thorndyke erhob sich aus seinem mintgrünen Sessel und begab sich in seinem Raum. Er setzte sich auf das kleine Sofa und legte die Füße hoch. Fähnrich McNielsen kam kurze Zeit später auf die Brücke und besetzte, die durch Lt.-Cmdr. Sherwood freigewordene OPS. Thorndyke ruhte sich nur eine kleine Weile aus. Dann machte er sich, durch seinen an den Bereitschaftsraum gekoppelten Turbolift, Richtung Deck acht auf den Weg. Es dauert nicht lange, als der Aufzug auf Deck acht anhielt. Er ging zielstrebig auf die Konferenzlounge zu. Ausnahmsweise kam ihm auf dem Flur mal keinen Menschenseele entgegen. Als er vor der Lounge angekommen war, glitten die Türhälften auseinander und er trat ein. Genauso wie im Beobachtungsraum stand in der Lounge auch eine dreieckige Glasvitrine. Im obersten Bereich stand das Modell der ATLANTIS, ein Stückchen weiter darunter die RHONIN, etwas nach rechts unten versetzt ein weiteres Schiff namens PEGASUS. Sie war allerdings kein Schiff der Oberth-Klasse, sondern der Shark-Klasse. Der mittlere Bereich wurde gefüllt vom Space Shuttle ATLANTIS und im unteren Bereich sah man Embleme, die alles andere als Sternenflottensymbole waren.
Thorndyke der immer gern vor dieser Vitrine verweilte, gab sich einen inneren Schubs und machte sich auf, den Captain der U.S.S. YOSEMITE zu empfangen. Transporterraum zwei war nicht weit von der Lounge entfernt. Thorndyke ging mit einem verspielten Lächeln den Flur entlang und begegnete Doctor Collins. Sie grüßten sich einander und gingen weiter. Thorndyke hatte ihn gar nicht richtig zur Kenntnis genommen. Mochte es wohl daran liegen, das er sich mehr auf den Besuch von Captain Issigonis freute. Endlich am Transporterraum zwei angekommen ging er durch, die sich grade öffnenden Türen und sagte zum diensthabenden Offizier:
„Na dann holen sie mal unseren Besuch über.“
Der Offizier war mittlerweile an die altertümlichen Geflogenheiten des Captains gewohnt. Er tippte die Koordinaten in die Konsole ein und fuhr mit der rechten Hand über denn Sequenzauslöser nach oben. Auf der Plattform erhellte sich wieder diese bläuliche Farbe und der Körper des Captains von der YOSEMITE materialisierte in diesem Moment auf der Plattform.
„Captain Thorndyke, schön das ich sie endlich mal persönlich treffe. Ich habe schon viel von ihnen gehört. Die ATLANTIS muss wirklich ein tolles Schiff sein.“
Issigonis ging die zwei Stufen von der Plattform runter und schüttelte Thorndyke die Hand.
„Ja, sie macht ihrem Namen alle Ehre. Aber sie wird auch von einer sehr guten Crew geführt,“ erwiderte Thorndyke.
„Na ja, das muss wohl unmittelbar damit zusammen hängen, das diese Besatzung von einem sehr guten Captain geführt wird,“ entgegnete Issigonis.
Beide Kommandanten lachten sich an und gingen aus dem Transporterraum raus auf den Flur. Das kurze Stück bis zur Lounge fragte Issigonis Thorndyke was er genau mit den mitgebrachten Materialien veranstalten wollte.
„Sagen sie mal Captain, was genau haben sie mit dem Zeug vor, was wir da für sie im Schlepptau mitgebracht haben?“
Die Türen der Lounge öffneten sich und beide gingen in den leeren Raum.
„Frage, darf ich sie mit ihrem Vornamen anreden?“ wollte Thorndyke wissen.
„Aber natürlich, ich hasse es auch sich immer mit Captain oder dem Nachnamen anzureden.“
„Fein, Alexander. Den Replikator habe ich bestellt, weil auf dem Planeten ein Kraftwerk gebaut werden soll. Die Asteroiden die jedes Jahr hier vorbei ziehen sind keine Gefahr, aber wenn wieder so ein Schauer wie dieses Jahr niedergeht, dann kann Starfleet wieder ein Schiff schicken und der ganze Zauber geht von vorne los. Meine Idee war, ein Kraftwerk zu bauen und dann um den Planeten so eine Art Subraumblase zu erzeugen. Das falls wieder so was vorkommt, die Bewohner geschützt sind. Da sie noch lange nicht in der Lage sind Raumschiffe oder ähnliche Pendelfahrzeuge zu bauen, bräuchten wir uns hierüber keinen Kopf zu machen. Die einzige sorge, die ich habe, wir haben nur eine Person zur Verfügung gestellt bekommen und diese sollte eigentlich mehr als Beobachter und Berichterstatter fungieren.“

„William-Peter, mach dir darüber mal eine sorgen. Ich werde schon für genug Leute sorgen. Ich kenne da jemanden in der Einsatzplanung im Hauptquartier. Diese Person ist mir mehr als nur einen Gefallen schuldig, der werde ich schon ein paar Leute aus den Rippen quetschen, die man auf diesen Planeten abstellen kann. Und ihr Mann ist der schon auf dem Planten?“
Thorndyke nickte nur.
„Gut, dann können wir gleich anfangen. Den Replikator beamen wir sobald ich wieder an Bord meines Schiffes bin auf die Oberfläche und den Rest werden wir dann auch noch hinbekommen.“
„Gut Alexander. Wir müssen uns dann nämlich auch auf den Weg machen. Mann möchte uns bei Grenzstreitigkeiten auf ASCONA VI dabei haben. Irgend so ein belangloser Streit wahrscheinlich. Ich hasse das zwar, aber wenn Starfleet mal wieder entscheidet, bleibt uns ja sowieso nicht viel was anderes übrig. Ich bringe sie noch zum Transporter bevor wir uns reisefertig machen.“
„Ich wünsche ihnen viel Glück, William-Peter. Egal zu welcher Mission sie aufbrechen.“
„Danke Alexander. Übrigens unser Mann auf dem Planeten heißt Ffolkes, Roufos Excalibur Ffolkes.“
„Man was ein Name.“
Die Beiden gingen aus der Lounge hinaus und spazierten über den Flur wieder zurück zu Transporterraum zwei. Die Türen gingen auf und der Diensthabende tippte schon die Daten zum Beamen in die Konsole ein.
„William, es war mir ein besonderes Vergnügen, dich auf deinem Schiff zu besuchen,“ sagte Issigonis und schritt zur Plattform des Transporters. Thorndyke schüttelte ihm nochmals die Hand und verabschiedete sich von seinem Gast.
„Ich habe die Anwesenheit von dir sehr genossen. Es waren mal ein paar Sätze, die nicht immer nach Vorschrift gesprochen werden mussten. Ich hoffe dich irgendwann einmal wieder zusehen.“
Der Captain der YOSEMITE salutierte bevor er auf sein Schiff zurück beamte.„Captain, Koordinaten eingegeben.“
„ENERGIE“Der Transporterstrahl erfasste Issigonis und hüllte ihn wieder ins hellblaues Licht. Er dematerialisierte auf der Plattform der ATLANTIS, um Sekunden später auf seinem Schiff wieder zu materialisieren. Von der YOSEMITE kam die Nachricht, das ihr Captain wieder an Bord ist. Thorndyke macht sich auf den Weg zur Brücke.
Der Weiterflug und Besuch bei einem Volk, das sich auf dämlichste Weise versuchte zu Grunde zu richten, stand unmittelbar bevor.
Man hatte den Captain der ATLANTIS gebeten, mal bei den Zoldanern und ihren Nachbarn vorbei zuschauen. Dieser Besuch stand zwar auf dem Plan, aber eigentlich wäre Thorndyke am liebsten von AMBROSIUS V direkt zur Erde geflogen. Von dem Planeten ASCONA VI hatte er noch nicht viel gehört, außer eben das die Zoldaner vor ungefähr 200 Jahren auf diesen Planeten aus oder umgesiedelt waren. Die Ureinwohner hatten damals nichts dagegen, das sie neue Nachbarn bekamen. Denn als Austausch für die Besiedelung durch die Zoldaner, bekamen sie nicht nur technische Geräte, sondern sie wurden auch mit zukunftsweisenden Aufgaben betraut. Somit konnte sich die Evolution auf dem Planeten auch etwas rascher entwickeln. Die Zoldaner und die Bewohner von ASCONA VI arbeiteten Hand in Hand gut miteinander. Nur wenn es um die Fortpflanzung der beiden Rassen ging, wurde streng getrennt. Die Asconianer und auch die Zoldaner durften sich nicht miteinander vereinigen. So schrieb es das Gesetz vor, das bei der Umsiedlung neuausgearbeitet wurde. Die Technik auf dem Planeten war mittlerweile so weit entwickelt, das beide Rassen unabhängig voneinander, in den Weltraum vorstechen konnten. Wenngleich ihre Raumschiffe nur zur Verteidigung des Planeten ausreichte. Die Waffen der kleinen Raumgleiter waren jedoch so effektiv ausgearbeitet worden, das man auch


Der zoldanische Konflikt

Auf dem Planeten herrschte zur Zeit ein großer Rassenkonflikt. Beide Seiten bekämpften sich seit nunmehr zehn Jahren. Bis heute konnte keine Lösung zur Bewältigung und Beilegung des Krieges gefunden werden. Eigentlich wurde dieser Krieg durch eine Kleinigkeit ausgelöst. Die Ureinwohner und die Zoldaner lebten früher friedlich miteinander zusammen. Die Rassentrennung war gesetzlich festgelegt und wurde auch von jedem eingehalten, obwohl jeder die Reize der anderen Rasse gern ausgekostet hätte. An dem Tag als, ein Asconianer eine zoldanische Frau beglückte, kam es dann zum Konflikt. Die Oberhäupter der beiden Rassen drohten den Gesetzesübertretern mit harten Strafen und wenn nötig auch mit der Todesstrafe. Es sollte nicht lange dauern, bis die Liebenden sich heimlich trafen, doch ihre Treffen wurden von Spionen beider Regierungen unterwandert und sie flogen auf. Dann beschuldigten sich die beiden Regierungen wieder gegenseitig und es kam zu Auseinandersetzungen. Das Paar wurde in getrennte Haftanstalten eingesperrt. Auch die Angehörigen und Freunde des Paares wollten diese unglaubliche Tat der Regierung nicht so einfach hinnehmen und drohten mit Vergeltungsschlägen. Sie schlossen sich mit Anderen zusammen und versuchten die Beiden durch Anschläge auf die Gefängnisse und Drohungen zur Entführung von Regierungsmitgliedern frei zu pressen. Aber keine der angewandten Taten bezweckte irgend etwas. Es wurde sogar nur noch schlimmer. Man hatte genau das Gegenteil erreicht. Die Liebenden sollten durch eine Verurteilung zum Tode die Anderen abschrecken. Als dieser Beschluss durch, absichtlich an die Sternenflotte weitergeleitet wurde, hatte die Regierung das erreicht, was sie tunlichst vermeiden wollte, erstens einen Aufstand beider Rassen und zweitens die Einmischung einer weiteren Partei.
Man bekämpfte sich mit den frühzeitlichen Waffen der Föderation und wenn diese mal nicht greifbar waren auch mit Schüppe oder Hacke. Es verging kein Tag, an dem nicht ein Asconianer oder ein Zoldaner schwerverletzt wurde oder gar starb.
Als die ATLANTIS auf den Überwachungsbildschirmen auftauchte, informierte die Regierung die Piloten der Verteidigungsflotte. Keiner der Zivilbevölkerung auf dem Planeten wusste, das die Föderation jemanden schickte, der die Beendigung des Krieges herbeiführen sollte. Thorndyke der mit seinen diplomatische Fähigkeiten von der Föderation her, sehr angesehen war, wurde für diesen Konflikt mal so eben ausgewählt. Aber allein sollte er diesen Konflikt nicht lösen. Sein Chef-Ing. sollte ihm bei dieser Aktion tatkräftig zu Seite stehen. Ausgezeichnet von der Sternenflotte, die Kultur der Zoldaner genauesten zu kennen und damit Probleme und Konflikte zu beseitigen, machten sich Thorndyke und Mac ans Werk. Sie arbeiteten mehrere Pläne aus, um diesem sinnlosen Treiben ein Ende zu setzen. Ohne das die Beiden in die Probleme Einsicht hatten erhielten sie den Auftrag nicht nur zu schlichten, sonder auch die Beendigung dieses Krieges herbei zuführen.
Anstatt die heran fliegende ATLANTIS zu warnen, ließ man sie statt dessen weiter auf den Planeten zufliegen. Als das Raumschiff nahe genug an den Planeten heran geflogen war, löste man auf dem Planeten den Verteidigungsarlam der höchsten Stufe aus. Noch bevor die Crew der ATLANTIS merkte in was sie sich da reinverstrickt hatte, war es auch schon zu spät. Das Schiff wurde von mehreren kleinen Fightern angegriffen. Sofort löste man auf der ATLANTIS Alarmstufe rot aus. Aufgrund des heftigen Beschusses ließen sich die Schilde auf
em Schiff nicht automatisch aktivieren, man musste hergehen und sie manuell aufbauen. Captain Thorndyke, der sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg zu einem Raum befand wurde durch die Wucht eines Torpedoaufschlags zu Boden gerissen. Noch bevor er wieder aufgestanden war, fluchte er was das Zeug hielt. Alle Personen, die sich zu diesem Zeitpunkt auf der Brücke aufhielten, wurden durch den heftigen Wutausbruch des Captains von dem Beschuß auf die ATLANTIS etwas abgelenkt.
„Wer wagt es mein Schiff so derartig unter Beschuss zu nehmen. Und warum bin ich nicht eher informiert worden“.
Novak, der sich auf dem Weg zur Brücke befand, wurde im Turbolift von der einen zur anderen Seite geschleudert. Als er endlich den Zielort Brücke erreicht hatte, stoppte der Lift und er landete auch auf dem Boden. Er konnte sich diesen plötzlichen Angriff am allerwenigsten erklären. Was er überhaupt nicht verstehen konnte, warum die Sensoren keinen Annäherungsalarm gemeldet hatten. Bevor er dieser Sache auf den Grund gehen konnte wurde das Schiff auch schon wieder beschossen.
„Captain, ich habe keine Ahnung woher diese kleinen Raumschiffe kommen und warum sie uns beschießen“, rief Lt. Bolton dem Captain zu, der versuchte in seinem Sessel Platz zu nehmen.
„Lt. Bolton, richten sie die Phaser aus und schießen eine Salve mit minimaler Feuerkraft genau zwischen die kleinen Fighter. Ich denke mir, damit werden sie wachgerüttelt. Versuchen sie außerdem eine Verbindung herzustellen, wie ist mir egal und sehen sie zu das die Ballerei ein Ende findet“.
Die ATLANTIS bewegte sich im Orbit des Planeten nur mit den Steuerdüsen. Die Impulsmotoren waren durch den heftigen Beschuß vollkommen ausgefallen. Die Phaserbanken der ATLANTIS erwiderten mittlerweile das Feuer und schossen mehrere Salven zwischen die kleinen Schiffe. Diese flogen immer noch geschickte Wendemanöver, um die ATLANTIS immer wieder unter Beschuß zu nehmen. Doch nicht alle Piloten der kleinen Fighter, reagierten so schnell. Einige steuerten versehentlich doch noch in eine der abgefeuerten Salven. Sobald eins der kleinen Raumschiffe auch nur ein einziges Mal von der ATLANTIS getroffen wurde, und sei es auch nur mit minimaler Feuerkraft, so wurde es zerstört.
Mittlerweile hatte Commander Novak erkannt, warum die kleinen Raumschiffe so wendig und geschickt um die ATLANTIS herum tanzten. Sie waren nur mit Waffen und Antrieb ausgerüstet worden. Verteidigungsschilde hatte man wohl offensichtlich und absichtlich vergessen einzubauen. Dennoch durfte man die Feuerkraft der kleinen Flieger nicht unterschätzen, denn sie fügten der ATLANTIS einige schwere Treffer zu. So wurde die Untertassensektion, die Verbindungsträger zwischen den Warptriebwerken und der Sekundärrumpf im hinteren Bereich, nahe Shuttlerampe drei, wenn nicht sehr stark, aber immerhin beschädigt.Endlich kam auch Lt.-Cmdr. Stuart auf die Brücke. Nachdem Turbolift eins seinen Betrieb völlig eingestellt hatte, musste sie durch einige Verbindungsröhren krabbeln, um mit Turbolift zwei weiterfahren zu können. Auf der Brücke qualmte es und medizinisches Personal versorgte die Verletzten.
„Nummer Eins können sie mir erklären, warum es auf der Brücke Verletzte mit Verbrennungen gibt? Und wieso sind wir nicht rechtzeitig vor diesen Bienenschwärmen von Fightern gewarnt worden? Eine Erklärung bitte. Es kann doch wohl nicht angehen, das das Schiff fast zu Schrott geschossen wird“.
So wie der Captain gerade seine Nummer eins zusammen gestaucht hatte, konnte man glatt meinen, das die ATLANTIS einem Haufen Schrott eher ähnlich sehen würde als ein Raumschiff der Föderation.
Die ATLANTIS hatte einige Treffer einstecken müssen. Das konnte man dem Raumschiff, ohne sich großartig dabei anzustrengen, ansehen.
„Captain, das muss entweder ein Überraschungsangriff oder ein Begrüßungsempfang besonderer Klasse gewesen sein. Warum die Annäherungssensoren keinen Alarm gegeben haben, weiß ich auch nicht. Ich schätze deshalb sind wir gerade hier am Diskussegment so schwer getroffen worden. Die ATLANTIS war beim ersten Treffer noch völlig ungeschützt. Die Schilde waren noch nicht aufgebaut und damit haben wir eine volle Breitseite kassiert. Lieutenant Petersen konnte wenigstens die Schilde nach kurzer Zeit manuell aufbauen und er hat es in der Zwischenzeit auch geschafft eine Kommunikationsverbindung zum Planeten herzustellen. Das Bild ist bereits auf den Hauptschirm geschaltet“.
Noch ehe der Captain antworten konnte, war eine Kommunikationsverbindung zustande gekommen. Der große Schirm hatte vom Außenbild mit den kleinen angreifenden Flugobjekten auf ein etwas unklares und flimmerndes Bild mit einem büromäßig aussehenden Raum gewechselt, wo drei Personen in dreckiger uniformähnlicher Kleidung an einem kurzen halbrunden Tisch saßen und sich beschimpften. Aus dem letzten Satz heraus konnte man gerade etwas davon hören, das der Angriff auf die ATLANTIS wohl einem Versehen nahe kam. Denn die Asconianer hatten wohl so ein Schiff wie die ATLANTIS weder in ihren Datenbänken, noch hatten sie vorher so ein gewaltig großes Raumschiff gesehen. Man konnte, aus der sicht der Planetenbewohner, also nur davon ausgehen, es als fremdes Schiff zu identifizieren und hielt einen Überraschungsangriff für das Beste.
„Ich bin Captain William-Peter Thorndyke vom Föderationsraumschiff ATLANTIS. Warum ist mein Schiff angegriffen worden. Wie mir bekannt ist, gehören auch sie zur Föderation der Vereinigten Planeten. Also warum dieser Angriff?“
Thorndyke, der bei dieser Sache nun überhaupt keinen Spaß verstand, redete mit sehr lauter, aber klarer Stimme.
„Oh, Sir sie Captain Thorndyke? Das wussten wir nicht. Wir hatten angenommen, dies sei ein fremdes Schiff. Außerdem wurden wir nicht informiert, das sie uns einen Besuch abstatten. Und da wir nichts von ihnen gewusst haben, müssen sie auch entschuldigen, das sie versehentlicherweise angegriffen worden sind“?
Die Fighter hatten indes den Angriff aufgegeben und zogen sich zu ihren Basen auf dem Planeten zurück. Der Captain hielt dies nicht nur für einen schlechten Scherz, sondern auch für die schlechteste Entschuldigung die ihm in seiner ganzen Zeit bei der Sternenflotte untergekommen war.
„Für diesen Angriff auf mein Schiff werden wir uns später noch mal unterhalten. Die Schäden, die sie meiner Mannschaft und meinem Schiff zu gefügt haben, hat Konsequenzen für sie. Aber dazu später mehr. Ich werde mich mit einem Außenteam in ca. vierzig Minuten auf ihren Planten beamen lassen. Seien sie doch bitte so freundlich und empfangen sie uns ohne kriegerische Absichten, wir kommen in friedlicher Absicht zu ihnen.“
Zur Antwort bekam Thorndyke eine etwas seltsame Mitteilung, aber wenigstens hatte es den Anschein, das die Regierungsbeamten sich jetzt auf einen Besuch so einigermaßen einrichten würden
„Captain, wir werden ihnen gleich ein paar Koordinaten schicken, zu denen sie sich beamen lassen können, ohne angegriffen zu werden. Ich schicke ihnen eine Eskorte zum Schutz, man weiß ja nie wie die Bewohner auf einen nicht planmäßigen und unangemeldeten Besuch reagieren“.
Thorndyke schaute etwas verdutzt die anderen Offiziere auf der Brücke an und gab beiläufig einen Spruch ab.
„Ein bisschen sehr seltsam sind die Bewohner schon, aber wenn man ihnen sagt was man will scheint es ja nen Weg zur Kommunikation zu geben. Na ja geht doch, oder was meinen sie Nummer eins“.
Novak zog nur die Augenbrauen hoch und schaute Thorndyke mit dem gleichen seltsamen Blick an, wie man es von den Vulkaniern nicht anders gewohnt war.
Thorndyke, zog seine stark verknitterte Uniform glatt und gab Novak zu verstehen, das er ein Außenteam zusammen stellen sollte und sich mit ihm dann in ca. einer halben Stunde in Transporterraum zwei zu treffen. Außerdem wollte sich William-Peter ein bisschen waschen und frisch machen, bevor er sich in eine saubere Uniform schmeißen wollte.


Konfliktlösung auf Ascona VI

Thorndyke ging in sein Quartier und zog sich das Uniformoberteil aus. Er ging ins Bad machte sich frisch und nahm aus dem Kleiderschrank ein neues und sauberes Oberteil. Als er fertig angezogen war, tippte er auf seinen Kommunikator.
„Mac ich hoffe sie sind bereit jetzt mit uns auf den Planeten zu kommen. Ich treffe sie dann gleich in Transporterraum zwei. Thorndyke Ende.“
William-Peter verließ sein Quartier und machte sich auf in Richtung Transporterraum. Dort traf er sich mit Mac, Stuart, Rogers und sechs Personen von der Sicherheit. Sie betraten die Plattform und Thorndyke sagte nur,“ ENERGIE.“ Die zehn Personen auf der zwei Stufen höhergelegenen Ebene hüllten sich allesamt in das hellblaue Licht, das ihre Körper auf der ATLANTIS auflöste und auf dem Planeten in Sekunden im gleichen Lichtschein wieder zusammensetzte. Kurze Zeit später kam dann auch die versprochene Eskorte. Thorndyke und sein Außenteam hatten längst die Phaser gezogen und auf Betäubung gestellt, falls doch wieder ein Überraschungskomitee sie empfangen würde. Der entsandte Trupp waren die Geschöpfe von ASCONA VI. Das konnte man daran erkennen, als der Captain sie freundlich begrüßte, kam von ihnen ebenso eine freundliche Begrüßung zurück. Hätten sie die Bekanntschaft mit einem Grüppchen von Zoldanern gemacht, so wäre Freundlichkeit fehl am Platz gewesen. Thorndyke, der zwar nur ein oder zweimal die Bekanntschaft mit einem Zoldaner gemacht hatte, wusste von vorne herein, wie er sich diesen Individuen gegenüber verhalten musste. Er und Mac waren auch die einzigen aus der Mannschaft, die genau mit diesem Punkt vertraut waren. Der kleine Trupp und das Außenteam bewegten sich allmählich zu dem was die Bewohner Stadtratsgebäude nannten. Dem äußeren Anblick nach konnte man eher meinen es handele sich um eine Besenkammer oder einen Holzschuppen, in dem man Brennholz aufbewahrt. Nach einander gingen sie in das Innere diese Gebäudes und sahen die drei Personen, die sie vorhin schon auf dem Hauptschirm der ATALNTIS gesehen hatten. Der Raum war nicht besonders gut beleuchtet. Man konnte daher auch nicht erkennen, ob an den Seiten Schränke standen oder Balken entlang der Wand nach oben verbaut waren. Vom Eingang her ging man einen kleinen Flur etwas aufwärts zu dem halbrunden Tisch, an dem drei Beamte saßen.
„Ich bin Captain Thorndyke und dies sind meine Führungsoffiziere Lt.-Cmdr. Stuart, Lt.Cmdr. McGillycuddy und Lt.-Cmdr. Rogers.“ Die genannten Offiziere nickten und schüttelten den drei Beamten die Hand, wie es Sitte war. Die Offiziere von der Sicherheit nahmen Haltung an und postierten sich an der Eingangstür und den kleinen Gang entlang. Es war nicht besonders hell in dieser Kaschemme und somit hätte sich irgend so ein Widersacher hinter einem Schrank oder was ähnlichem verstecken können.
„Die Sternenflotte hat mich beauftragt die Konfliktstreitigkeiten auf ihrem Planten beizulegen. Ich hoffe doch sehr das sie mir dabei helfen werden. Tun sie das nicht werde ich beim höchsten Amt der Sternenflotte diesen Planten unter Quarantäne stellen lassen und ihnen jegliche Rechte der Vereinten Föderation der Planeten entziehen. Auch werde ich dafür sorgen das ihnen alle Einrichtungen und Gegenstände der Sternenflotte unzugänglich gemacht werden. Haben sie eine Entscheidung getroffen oder brauchen sie etwa noch Bedenkzeit.“
Der Captain hatte diesen Befehl mit einer Heftigkeit zum Ausdruck gebracht, wie man ihn von ihm, gegenüber Fremden nicht gewohnt war.
Nach kurzer Zeit erklärten die drei Oberhäupter, das sie zu einer Beilegung bereit wären und auch mit dem Captain zusammen arbeiten würden. Dennoch musste aber auch der Oberbefehlshaber der Zoldaner benachrichtigt und informiert werden. Wenngleich beide Oberhäupter zu dies mit Widerwillen taten, so rauften sie sich doch nun endlich zusammen. Der Captain deutete ihnen an, das er innerhalb der nächsten zehn Minuten mit ihnen die Verhandlungen aufnehmen würde. Viele Aufgaben waren zu erledigen, nicht nur die Belegung des Konfliktes, der auf dem Planeten herrschte. Auch die Verletzten, die es noch vor der Ankunft der ATLANTIS gegeben hatte, mussten versorgt werden. Denn die medizinischen Vorräte waren schon lange aufgebraucht. Man hatte z
ar auf die Mittel des Planten zurückgegriffen, aber auf längere Zeit, wäre dies keine Lösung gewesen. Auch der Aufbau einiger Häuser und des Gefängnisses standen bevor. Das Oberhaupt der Zoldaner war nun auch eingetroffen. Vor dem Captain und dem Außenteam machte er mit seinen drei Begleitern einen Bogen. Er brauchte zwar nichts fürchten, aber der Respekt vor der Sternenflotte war größer. Er gesellte sich zu den drei Beamten und man kam endlich zu dem Entschluss mit den Verhandlungen zu beginnen. Mac, der sich jetzt neben den Captain gestellt hatte, machte sich noch einmal bekannt und fügte dem noch hinzu, das er mit der Kultur der Zoldaner sehr vertraut sei. Der zoldanische Führer hatte allerdings Bedenken und wurde sofort sehr laut. Mac, der vor nichts zurückscheute, machte seine Ausführungen in einem ebenfalls sehr lautem Tonfall Luft. Der Zoldaner, der Mac mit dieser Geste eigentlich nur prüfen wollte, war sich nach dieser Aktion sicher, das man einen geeigneten Vertreter der Sternenflotte geschickt hatte. Thorndyke, Stuart und Rogers, die diesem Geschreie eigentlich nicht beiwohnen wollten, machten den Verhandlungsvertretern klar, das sie sich um die Aufgaben im äußeren Bereich kümmern wollten. Die Offiziere der Sicherheit blieben dennoch in der Nähe von Mac. Also gingen die drei nach draußen und schauten sich in der näheren Gegend ein wenig um. Einige Bewohner des Planeten kamen auf sie zu. Thorndyke und seine zwei Begleiter zückten gleich ihre Phaser, hielten sie aber dennoch dicht und direkt am Körper, sodass die Planetenbewohner nicht gleich Verdacht schöpfen konnten. Zwei Typen aus der Eskorte folgten den Offizieren der ATLANTIS und machten sie mit den zerstörten Objekten vertraut. Auch führten sie die drei zu den Lazaretten und den umliegenden Zelten, wo auch immer sich Verletzte befanden.
„Thorndyke an ATLANTIS. Doctor beamen sie oder einer ihrer Ärzte zusammen mit einem Team aus ihrer Abteilung sofort auf den Planeten. Hier gibt es jede Menge zu tun. Beamen sie bitte auch medizinische Vorräte, die nicht an Bord benötigt werden herunter. Informieren sie auch gleich Commander Novak, das ich noch eine Weile auf der Oberfläche verbleiben werde. Ordern sie außerdem noch ein Team von der Sicherheit an, maximal fünfzehn Personen. Thorndyke Ende.“
Doctor Dent informierte wie gewünscht Novak und teilte ihm auch die Abordnung von zwölf Mitgliedern der Sicherheit mit. Die medizinische Vorräte, worum der Captain gebeten hatte, konnte Dent ohne eine weitere Einholung oder Genehmigung auf die Oberfläche beamen lassen. Er stellte ein Team von medizinischem Personal zusammen und führte dies auch selbst an. In Transporterraum eins traf sich dann die medizinische Abteilung. Von Deck neunzehn, wurde ein Teil der medizinischen Vorräte auf den Planeten gebeamt. Dieses Deck bestand aus Lazarett und Notunterkünften. Hier wurden auch die gesamten medizinischen Vorräte der Sternenflotte aufbewahrt. Das zweite Team von Offizieren der Sicherheit traf sich in Transporterraum zwei. Alle ausgerüstet mit einem Phaser waren angewiesen worden, diesen auf Betäubung zu justieren, sodass man sich direkt verteidigen konnte, sobald man auf dem Planeten war. Dent, der jegliches Tragen einer Waffe ablehnte, stellte sich zu diesem Zweck in die Mitte der Transporterplattform. Umringt von seinem medizinischen Personal, ebenfalls mit Phasern ausgerüstet, wurden sie nach kurzer Zeit auf den Planeten gebeamt. Fast zur gleichen Zeit wurde auch das zweite Team der Sicherheit auf den Planeten geschickt. Die Zwölf von der Sicherheit wurden so aufgeteilt, das acht Offiziere der Sicherheit in sichtweite von den Medizinern blieben und die restlichen Vier zum Captain beordert wurden. Novak der auch weiterhin das Kommando hatte, konnte sich jetzt mit den Schäden auf dem Schiff vertraut machen und auch sofort Reparaturteams zur Ausbesserung losschicken. Mac der sich weiterhin lautstark mit Unfreundlichkeit behaftet, mit den Zoldaner unterhielt, kam nach und nach zu ersten Ergebnissen. Die Zoldaner waren nun bereit Einwilligungen zu treffen, aber auch die Gegenpartei hatte sich zu einer engeren Zusammenarbeit breitschlagen lassen. Auch in Sachen Fortpflanzung machte Mac einige treffsichere Andeutungen. Auch hier waren die beiden Streithähne zu einer Zusammenarbeit bereit. Stuart, Thorndyke und Rogers gingen nun schon eine ganze Stunde spazieren. Hier und da teilten sie den sich hinten ihnen befindlichen Personen des Planeten mit, wo Erneuerungen vorzunehmen wären. Die Zerstörung beider Parteien hatte im Laufe der Zeit unübersehbare Spuren hinterlassen. Stuart war der Ansicht, viele der ruinierten Gebäude nicht wieder Instand zusetzen. Der Aufwand sei einfach zu groß. Eine neue Hütte sei derweil schneller aufgebaut als eine Renovierung bringen würde. Thorndyke, der keinen Grund für Zweifel sah, steuerte seinen Segen sofort zu den Aussagen von Stua
t zu. Rogers, der mit einer Anspielung auf die Waffen zielte, hatte die Aufmerksamkeit von Stuart und Thorndyke sofort auf seiner Seite.
„Captain, wäre es nicht sinnvoll alle Phaser unter Verschluss zu nehmen. Die Verletzungen, die sich beide Fraktionen im Verlauf dieses Streites zugefügt haben, könnten weitaus geringer und weniger gefährlich sein, wenn sie sich diese nur mit den eigens hergestellten Werkzeugen zugefügt hätten. Die Verbrennungen, die ich gesehen habe, müssen durch das Abfeuern eines Phasers entstanden sein. Ich glaube kaum, das die Bewohner mit so einer Art Verletzung fertig geworden wären.“
„Rogers, ich glaube sie haben Recht. Man hätte diesen Bewohner, auch durch die Umsiedlung der Zoldaner, keine Waffen der Föderation aushändigen dürfen. Nur weil die Zoldaner der Föderation angehören, hätte man diesen Teil wohl doch noch mehrfach überdenken müssen. Ich werde mich mit der Sternenflotte in Verbindung setzen und eine Antwort für diese Sache in kürzester Zeit beantragen. Sollten die Herren sich dennoch zu viel Zeit lassen, müssen wir uns etwas einfallen lassen. Lt.-Cmdr. Stuart, was sagen sie eigentlich dazu?“

„Captain, eigentlich wollte ich gar nichts dazu sagen, noch nicht. Aber da sie mir nun mal das Wort aufgezwungen haben.“
„Nein Commander, so war das nicht gemeint. Wenn sie jetzt nichts dazu sagen wollen, dann ist es auch gut. Ich würde mich aber freuen, wenn sie sich später dazu äußern würden.“
„Captain, das tu ich ganz bestimmt, denn hier muss ja mal Einhalt geboten werden.“
Zwischenzeitlich waren mehr als vier Stunden vergangen. Mac hatte die ganzen neuen Aufgaben schriftlich auf einem PADD niedergelegt. Er wollte dem Misstrauen der Bewohner aus dem Wege gehen, um Falsche Auslegungen von vorne herein auszuschließen. Stuart, Rogers und Thorndyke hatten sich wieder auf den Rückweg gemacht. Immer noch gefolgt von der Eskorte latschten sie den gesamten Weg zu den Gebäude der Besprechung wieder zurück. Mac der sich mit seinen Verhandlungspartnern immer noch in Gesprächen befand, bekam gar nicht mit das er seit nun mehr als fünf Stunden in diesem muffigen Raum saß. Er dachte sich das die Gespräche eigentlich schon längst zu Ende sein müssten, aber die Zoldaner und auch die Bewohner des Planeten hatten immer wieder noch eine Frage aufgebracht. Er bat um eine Pause, doch die Bewohner wollten nicht mit einstimmen, sondern zuerst alle Fragen geklärt wissen. Mac, der eigentlich ein ruhiger Vertreter war, schlug mit der Faust auf den Tisch und rief mit lauter, erboster Stimme.
„Wenn wir nicht sofort eine Pause machen, dann gebe ich die ganze Sache an das Hauptquartier der Sternenflotte weiter. Die werden nicht so nachsichtig sein wie ich. Und ob ihre Forderungen alle beachtet werden sei auch noch dahin gestellt.“
„Nun gut, machen wir eine Pause. Außerdem will ich mit ihrem Captain sprechen. Und wenn unser Gespräch für heute zu Ende ist, möchte ich das sie den Planeten verlassen. Wir können morgen weitermachen, sagte einer der Asconianer mit langsamer schläfriger Stimme.
„Wie sind sie denn drauf? Vorhin konnte es ihnen nicht schnell genug gehen und jetzt plädieren sie auf eine Vertagung. Ich mache ihnen einen Vorschlag. Entweder wir ziehen das jetzt nach Vorschrift durch, oder wir lassen es. Dann gibt es keine Vertagung, dann macht das Hauptquartier hier weiter, wo ich aufhöre.“
Mac war fast außer sich als er die Worte des Asconianers hörte. Am liebsten hätte er gleich noch mal mit der Faust auf den Tisch gehauen. So eine Unvernünftigkeit hatte er seit Jahren nicht mehr erfahren. Thorndyke und Offiziere waren in der Zwischenzeit wieder am Regierungsgebäude angekommen. Als er Mac auf sich zukommen sah, traute auch er seinen Augen nicht. Wutentbrand stürzte Mac aus dem Saal und fluchte vor sich her. Doch niemand konnte ihn so recht verstehen. Thorndyke ging direkt auf ihn zu und wollte sich nach den Erfolgen erkundigen, als Mac zum wiederholten Male aus der Haut fuhr.
„Captain, ich kann diese Leute nicht verstehen. Erst wollen sie mit aller Gewalt das der Streit beigelegt wird, können sie aber nicht genau festlegen wie das ganze aussehen soll. Und jetzt, wo ich dringend eine Pause brauche, da verweigern diese Brüder mir auch noch eine Auszeit. Ich kann nicht mehr. Außerdem will einer der Asconianer mit ihnen sprechen. Und die Verhandlungen sollen auf morgen vertagt werden. Und, und, und.......“
„Mac, beruhigen sie sich erst mal und machen sie langsam. Diese rüpelhaften Hinterweltler werde ich mir jetzt mal zur Brust nehmen. Mal sehen was sie so von sich geben. Warten sie nur noch das Gespräch zwischen mir und diesen Heinis ab. Dann können sie sich an Bord frisch machen, wenn sie wollen. Sollten die wirklich eine Vertagung anberaumen, dann lassen sie es gut sein. Ich kann mich auch mit denen ein wenig rumschlagen. Und wenn ich sie brauche, dann mach ich mich schon bemerkbar.“
„Danke Captain, ich weiß ihre Sorge zu schätzen, aber ich werde das schon schaffen. Wenn sie mir nur eine Kanne heißen Tee hierher bringen könnten, das wäre schon genug. Es ist zwar schon weit nach fünf Uhr, aber das macht jetzt auch nichts mehr aus. Die Queen wird mir wohl verzeihen mögen.“
„ATLANTIS an Außenteam,“
kam ein Funkspruch direkt zum Captain.
„Sprechen sie Commander, was gibt es.“
„Captain, ich habe eine dringliche Nachricht vom Hauptquartier. Habe verstanden, komme in wenigen Minuten an Bord. Bereiten sie bitte alles vor. Thorndyke Ende.“
Muss das jetzt sein, wo ich noch dieses Gespräch führen muss, dachte sich der Captain so. Mit wenigen Schritten war er in das muffig, fast schon übelriechende Gebäudeinnere getreten. Ei
Zoldaner und auch ein Asconianer wandten sich ihm gleich zu. Sie wollten wissen, warum sein Offizier unbedingt jetzt eine Pause bräuchte. Auch wollten sie wissen, wenn die Streitigkeiten beigelegt wären, ob sie mit Konsequenzen rechnen müssten und was noch alles auf sie zu käme.
„Meine Herren, ich kann ihnen nicht alle Fragen beantworten. Außerdem muss ich dringend auf mein schiff. Ich erwarte eine dringende Nachricht. Auch der Planet hier könnte damit in Mitleidenschaft gezogen werden. Bitte entschuldigen sie wenn ich das Gespräch hier jetzt so abrupt beende, aber ich habe gute Gründe dafür.“
Der Asconianer wollte Thorndyke noch mehr mit Fragen löchern, aber der Captain drehte sich nach Beendigung seines Gespräches um und ging.
r bekam zwar noch hinter gerufen, es sei eine Unverschämtheit und sehr unfreundlich zwei Gesprächspartner mit so einer billigen ausrede abzuspeisen. Thorndyke schenkte dem Gewäsch keine weitere Aufmerksamkeit und ging weiter Richtung Ausgang. Er hob seine rechte Hand, streckte sie nach oben hin aus und winkte den beiden Herren mit dem Ausdruck von Gleichgültigkeit zu. Stuart, Rogers und Mac waren erstaunt das ihr Captain schon nach so kurzer Zeit wieder aus dem Gebäude kam.
„Mac, ich beneide sie nicht um diesen Posten. Die sind wirklich nicht ganz frisch. Man sollte annehmen, wer sich mit Waffen bekämpfen kann und auch Raumschiffe unangemeldet angreift, der sollte doch in der Lage sein, so einen Kinderkram ohne fremde Hilfe aus dem Wege zu schaffen. Kann ich nicht verstehen, tut mir Leid. ATLANTIS vier Personen bereit zum beamen. ENERGIE.“
Kurz nach dem die vier wieder an Bord der ATLANTIS waren, kam schon wieder ein Ruf von Commander Novak an den Captain.
„Captain, ich habe einen Ruf vom Hauptquartier, Dringlichkeitsstufe eins.“
„Commander legen sie die Nachricht auf die Kampfbrücke auf Deck sechs. Wer immer das auch ist, ich werde mit ihm dort sprechen. Commanders gehen sie bitte auf ihre Stationen. Ich werde in kürze auch auf die Brücke kommen.“
„Aye, Captain.“
Nach diesem kurzen Gespräch verließen alle vier Transporterraum zwei auf Deck acht. Gemeinsam schritten sie durch den Flur zu Turbolift eins. Hier trennten sich die Wege und der Captain ging weiter zu Turbolift zwei. Er fuhr die zwei Decks hoch zur Kampfbrücke, die sich im oberen Teil des Sekundärrumpfes befand. Er durchschritt die auseinander geglittenen Türen und stand an der Kommunikationsstation. Er tippte ein paar Daten in die Konsole und im selben Augenblick erschien die Insignia der Föderation auf dem Hauptschirm. Bruchteile von Sekunden später war Flottenadmiral Shanthi auf dem Schirm zu sehen.
„Captain Thorndyke, wie ist ihr gegenwärtiger Status.“
„Admiral, wir sind mit den Verhandlungsgesprächen noch nicht am Ende. Die Gestaltung für eine Beilegung dieses Streites entpuppt sich schwieriger als gedacht. Wieso, was gibt es?“
„Captain, wir haben beunruhigende Nachrichten von einigen unserer Außenpost bekommen.“
„Wie gestalten sich diese Mitteilungen, was für Anhaltspunkte können sie mir geben,“ wollte Thorndyke wissen.
„Wir sind uns nicht ganz sicher Captain Thorndyke, aber wir haben die Befürchtung, das die BORG in unser System eingedrungen sind. Mehrere Außenposten sind spurlos verschwunden. Die U.S.S. ENTERPRISE hat mit Nachforschungen angefangen. Ich werde sie auf dem Laufenden halten. Sollten sich die Vermutungen erhärten, brechen sie ihren dortigen Auftrag sofort ab und fliegen sie zur Erde. Doch im Moment hat die Beendigung des Streites auf ASCONA VI Vorrang, Sternenflotte Ende.“
Das Gesicht des weiblichen Admirals verschwand. Die Insignia der Föderation war für kurze Zeit zu sehen und dann war der Schirm wieder dunkel und leer.
Thorndyke schossen hunderte Gedanken durch den Kopf. Aber wie der Admiral schon sagte, erst mal den Streit auf dem Planeten beilegen. Und noch war nicht der Kriegs- und Ausnahmezustand nicht ausgerufen. Trotzdem ließ ihn der Gedanke nicht los, das die BORG nur Schlechtes im Sinn hatten. Auch wenn die ENTERPRISE schon Nachforschungen betrieb, dachte Thorndyke daran, wie er sich mit seinem Schiff gegen diese schlauchgefütterten Typen wehren könnte. Aber jetzt nur noch Pläne zur Verteidigung auszuarbeiten, war nicht im Sinne des Erfinders. Und wie Admiral Shanthi schon erwähnte, noch gab es keine direkte Kriegserklärung. Thorndyke machte sich auf den Weg von der Kampfbrücke zur normalen Brücke. Er betrat die Kabine des Liftes und fuhr die sechs Decks nach oben zum Kommandopunkt des Schiffes. Auf Deck eins angelangt schritt er zu seinem Sessel wo er Novak von sein
m Kommando ablöste.
„Commander, wo ist Mac?“, wollte Thorndyke wissen, als er ein paar Daten auf der rechten Display-Seite seines Sessel bearbeitete.
Novak zuckte mit den Schultern und sah Stuart an, die vor kurzer Zeit noch mit ihm zusammen war. Aber auch sie konnte dem Captain keine andere Antwort, als „Ich weiß nur das er in sein Quartier wollte,“ geben.
„Ja stimmt, ich vergaß. Ich sagte ihm ja selber er solle sich etwas frisch machen. Eigentlich wollte ich ja auch nur wissen was die Sternenflotte von mir wollte, bzw. worum es in der Nachricht ging. Stuart, übernehmen sie. Novak, kommen sie mit in meinen Raum, ich brauche ihre objektive Meinung als Vulkanier und als mein erster Offizier.“
Stuart schaute den Captain an und gleichzeitig auch Novak. Dann übernahm sie wortlos das Kommando über die ATLANTIS und setzte sich in den mintgrünen Kommandosessel. Novak marschierte gleich hinter Thorndyke in dessen Raum. Die Türen schlossen sich hinter den Beiden. Thorndyke ging in seinem Raum in die kleine Nische wo der Replikator war und forderte einen zalfarianischen Tee an.
„Commander möchten sie auch etwas trinken?“
„Ja gern Captain. Was ist das für ein Tee den sie da bestellt haben?“
„Er soll eine beruhigende Wirkung haben, sagte mir der Doctor. Der Grund warum ich sie gebeten habe mit zu kommen ist folgender. Ich habe eben mit Flottenadmiral Shanthi gesprochen und sie sagte mir, das die BORG in unser System eingedrungen sind. Für einen angriff wäre es aber noch verfrüht meinte sie. Ich möchte jetzt ihre Meinung dazu hören. Sollen wir Angriffstaktiken ausarbeiten oder sollen wir wirklich erst auf den Befehl der Sternenflotte warten.“
„Captain, ich würde niemals entgegen der Flotte eine Aussage machen, aber in diesem Fall würde ich dazu tendieren Taktiken und auch Verteidigungsmaßnahmen auszuarbeiten und nicht erst wenn die BORG zugeschlagen haben. Jetzt müssen wir ans Werk gehen, ich denke unser Fortbestand könnte davon abhängen,“ sagte Novak und zog seine Augenbrauen hoch. Thorndyke der zwei Gläser Tee in der Hand hatte, stimmte Novak zu und setzte sich in seinen Stuhl.
„Commander ich baue auf ihre kühle Art und Weise. Lassen sie an die Mannschaft nichts durchsickern. Wenn sie jemand fragt, lassen sie sich was einfallen oder verwaisen sie denjenigen an mich.“
Thorndyke und Novak tranken den warmen Tee und schauten sich beide mit dem wohl gleichen Gedanken an.
„Stuart an Thorndyke.“
„Sprechen sie, was gibt es.“
„Commander McGillycuddy möchte sie sprechen.“
„Sagen sie ihm ich komme gleich, Counselor.“
„Captain, der Commander ist schon hier auf der Brücke. Er möchte sich mit ihnen in ihrem Raum unterhalten.“
„Na gut, er soll gleich reinkommen. Nummer eins gehen sie vor wie besprochen. Wir müssen ja auch noch die Streitigkeiten unten auf dem Planeten beiliegen. Na ja wird schon werden.“
Novak verließ den Raum des Captains und sah Mac fragend an. Der wiederum ging zielstrebig in den Bereitschaftsraum.
„Mac, was gibt es?“, wollte der Captain mit freundlicher Stimme wissen.
„Captain, ich habe hier von Admiral Baxter ein Schreiben, das mich mit sofortiger Wirkung von allen Aufgaben auf der ATLANTIS entbindet. Außerdem bin ich in den Status der diplomatischen Immunität versetzt worden.“
Thorndyke brauchte ein paar Augenblicke um zu verstehen, was sein Chef-Ing. ihm da grade gesagt hatte.
„Commander sind sie sich ganz sicher, das sie das auch wollen, was da in diesem Brief steht? Wollen sie wirklich die ATLANTIS verlassen, noch bevor die Verhandlungen mit den streitigen Parteien auf dem Planeten abgeschlossen sind? Also ich muss schon sagen Mac, ich hatte etwas mehr Taktgefühl von ihnen erwartet. Warum? Warum jetzt?“
Der Captain rannte auf und ab in seinem Raum, schüttelte den Kopf und wollte sich durch ein aufschreien Luft machen. Doch er schluckte und blieb ruhig. Mac, der auf dem Stuhl an Schreibtisch saß, gab nur den Satz ab „Ich habe für diesen Schritt meine Gründe.“
„Das ist alles was sie mir zu sagen haben. Als ihr vorgesetzter Offizier, Kommandant und ich dachte auch immer Freund, haben sie mein Vertrauen mehr als nur missbraucht. Ich hoffe das ihnen das klar ist. Ich kann es zwar nicht verstehen, aber ................“
Der Captain brach seinen Satz ab und sprach fürs erste nicht weiter. Er setzte sich an den Schreibtisch und tippte ein paar Daten in seinen Desktop.
„Nummer eins, informieren sie Commander Stuart und kommen sie in wenigen Minuten auf den Flur von Deck acht in der Nähe von Transporterraum zwei. Thorndyke Ende. Mac, ich gehe davon aus, das sie ihre Sachen bereits gepackt haben. So wie sie abreise bereit sind, melden sie sich bei mir. Sie können gehen.“
Wortlos stand Mac auf und verließ den Raum. Er durchschritt die Brücke ohne sich umzusehen. Thorndyke saß immer noch vor dem Desktop. Er konnte nicht fassen mit welcher Kaltschnäuzigkeit Mac ihn hintergangen hatte.
„Nun, dann wollen wir mal sehen, welches Raumschiff sich in der Nähe befindet,“ stammelte Thorndyke vor sich hin. Er tippte wiederum ein paar Mal auf dem Desktop rum und es erschienen sofort ein paar Daten zu zwei Raumschiffen. Der Schirm gab die Sicht auf ein Raumschiff der Galaxy-Klasse frei und einem Schiff der Sydney-Klasse.
„Lieutenant Petersen legen sie mir ein Leitung zur U.S.S. SMALLTOWN hier in meinen Raum.“
„Aye Captain, wird sofort erledigt.“
Der Offizier tippte ein paar Daten in die Konsole ein und nach kurzer Zeit stand die Verbindung.
„Captain, Verbindung steht.“
„Danke Lieutenant. Captain Maverick, ich habe in kürzester Zeit einen Passagier für sie. Gehe sie auf Rendezvous-Kurs, wir treffen uns in fünfzehn Minuten.“
„Captain Thorndyke, ich werde versuchen pünktlich zu sein. Sie wissen ja das unsere alte Mühle nicht so schnell ist. Aber ich denke mir mal ich werde das schon hinbekommen. Maverick Ende.“
Auf dem Desktop war nach Beendigung des Gespräches nur noch die Insignia der Föderation zusehen und die Worte END TRANSMISSION. Thorndyke stand auf und überlegte nicht lange. Er ging auf die Brücke und nahm Stuart, die vor kurzer Zeit von Novak in Kenntnis gesetzt worden war mit. Commander Rogers übernahm als ranghöchster Offizier jetzt das Kommando über die ATLANTIS. Thorndyke und Stuart gingen mit großen Schritten zum rechten Lift und verschwanden hinter den sich schließenden Türen.
„Captain, was gibt es denn.?
„Lassen sie sich überraschen,“
tat der Thorndyke sehr geheimnisvoll.
„Captain Thorndyke, ich wäre dann bereit,“ kam kurze Zeit später der ruf von McGillycuddy.
„Wir treffen uns in Transporterraum zwei Commander, bis gleich“.
Stuart sah den Captain nur fragend an, aber sie wollte nicht weiter fragen. Denn auch sie liebte so hin und wieder mal eine kleine Überraschung. Als Thorndyke und Stuart auf Deck sechs ankamen, gesellte sich Mac zu ihnen in den Lift. Gemeinsam fuhren sie weiter nach Deck acht. Novak wart
te schon ungeduldig auf dem Flur. Die drei traten aus dem Lift und gingen allesamt weiter Richtung Transporterraum zwei.


Notruf der Sternenflotte

Thorndyke, Novak und Stuart begleiteten McGillycuddy zum Transporterraum zwei. Die Offiziere unterhielten sich über ihre erste und für McGillycuddy auch letzte Mission an Bord der ATLANTIS. Als die vier den Transporterraum betraten, schmunzelte der Captain, trotzdem ließ er sich aber nichts anmerken. McGillycuddy ging direkt hinter dem Captain, blieb im Transporterraum stehen und reichte erst dem Captain die Hand um sich nun zu verabschieden.
„Captain Thorndyke es war mir eine Ehre unter ihrem Kommando dienen zu dürfen, ich war gern an Bord der ATLANTIS, aber genau so freue ich mich schon auch meine neuen Aufgaben, die ich ja recht bald antreten darf. Ich danke Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen, das sie in mich gesetzt haben und hoffe, das die ATLANTIS wieder einen so guten Chef für den Maschinenraum bekommen wird, wie ich es war.“
Als McGillycuddy diesen Satz abgefasst hatte, dachte der Captain sich in seinem Inneren.
„Jetzt wo Du von Bord gehst, da kannst Du auf einmal von Dir große Sprü
he machen und angeben. Ja, Vertrauen wird auf meinen Schiff groß geschrieben, was manche Personen ja nicht von sich behaupten können. Zum Schluss wird noch mal richtig geschleimt und dick aufgetragen, um auch bloß bei allen einen guten Eindruck zu hinterlassen. So einfach mein lieber McGillycuddy kommst Du mir nicht davon. Ich hoffe nur, das der Transporter-Chief meinen Rat befolgt hat, aber das siehst Du ja gleich“.
Als nächstes verabschiedete er sich von Commander Novak mit ein paar gebührenden Worten des Lobes und der guten Zusammenarbeit. Das war aber auch schon alles. Commander Novak, der mal wieder seinen bierernsten Gesichtsausdruck zum besten gab, hätte in diesem Augenblick einen ganzen Sonnenstrahl mit Leichtigkeit zu Eis gefrieren können. Denn so eine Frechheit hatte selbst er sich nicht von McGillycuddy denken lassen. Aber Offiziere, die von Bord gehen, prahlen entweder wie die Tauben vom Dach oder sagen in der Regel nur ein paar Worte. McGillycuddy gehörte wohl zu beiden Parteien. Immer da wo er sich wohlsten fühlte und den Anderen etwas erzählen konnte. Den wohl erträglichsten Verabschiedungsgruß erhielt Lieutenant Commander Stuart, als sie mit einem Kuss und auch mehr Worten verabschiedetet wurde. Man hätte beinahe den Eindruck bekommen können, man ist hier nicht an Bord eines Raumschiffes, sondern am Set einer Filmgesellschaft. McGillycuddy verstand es meistens nur zu gut, sich ins rechte Licht zu setzen, obgleich er mit Frauen sonst nur schwerlich oder auch gar nicht zurecht kam. Das männliche Geschlecht war ihm bei weitem lieber, dennoch ließ er es sich aber während seiner ganzen Dienstzeit an Bord der ATLANTIS nicht anmerken. McGillycuddy ging nach dem er sich von allen drei Offizieren verabschiedet hatte, zur Transporterplattform und sagte noch ein paar Worte vor sich hin, die aber wiederum so laut und verständlich waren, das sie jeder im Raum hören konnte.
„Ich freue mich schon auf die Reise nach DEEP SPACE NINE. Und in einem Raumschiff der Galaxy-Klasse wird sie für mich noch angenehmer und entspannter. Da kann ich das gesamte Freizeitangebot auskosten. Chief ich bin bereit zum Beamen. Captain Thorndyke bitte das Schiff verlassen zu dürfen“.
„Erlaubnis erteilt, Chief haben sie die richtigen Koordinaten um Lieutenant Commande

McGillycuddy an Bord der U.S.S. SMALLTOWN zu beamen?
Der Chief nickte dem Captain nur zu und tippte auf dem Pult die Koordinaten ein. McGillycuddy der etwas verwunderlich die vier anstarrte, wollte noch etwas sagen, doch der Captain kam ihm zuvor.
„Machen sie es gut Lieutenant Commander, ich wünsche Ihnen viel Glück und Erfolg auf den Ihnen bevorstehenden Arbeiten und Reisen. ENERGIE“.
McGillycuddy wurde im selben Moment von Bord der ATLANTIS gebeamt.
„Captain der Transport ist erfolgreich verlaufen. Ich habe soeben von der SMALLTOWN die Nachricht erhalten, das Lieutenant Commander McGillycuddy gesund und munter auf ihrem Schiff materialisiert hat. Außerdem soll ich Ihnen vom Captain des Schiffes Grüße und die Botschaft übermitteln, das er uns gern diesen einen Gefallen ermöglichen wird“.
„Captain, die SMALLTOWN ist doch gar kein Schiff der Galaxy-Klasse.“
Mit dieser logischen Antwort nahm das Gelächter in Transporterraum zwei seinen Lauf. Der Chief sah den Captain, Nummer Eins sah fragend zu Lieutenant Commander Stuart und diese blickte wiederum fragend zum Chief. Auch sie konnte nicht verstehen, warum der Captain und der Chief in so einem Gelächter ausbrachen. Nur eine Frage konnte hier als Lösung richtig sein. Stuart wartete auch gar nicht erst lange.
„Captain, warum lachen sie? Auch ich hätte Ihnen diese Frage stellen können. Was hat es auf sich mit der U.S.S. SMALLTOWN?“
„Die SMALLTOWN ist, wie sie vielleicht ahnen werden kein Raumschiff der Galaxy-Klasse. Sie ist ein Raumschiff der Sydney-Klasse. Das Schiff verfügt zwar wie jedes andere Raumschiff über Warp-Antrieb, nur ist dieser mittlerweile so veraltet, das man nicht nur einige Ersatzteile braucht, um wenigstens auf Warp eins zu beschleunigen. Außerdem wird dieses Schiff nur noch für die Beförderung von Kohle- und Bergbauleuten genutzt. Also alles in allem ein kleines, vielleicht auch etwas langsameres Schiff, als eins der Galaxy-Klasse, aber es fliegt. Und da mein lieber McGillycuddy mich auf eine so unehrenhafte Art und Weise hintergangen hat, mit seinem Wunsch das Schiff zu verlassen, habe ich mir gedacht, wir bestellen ihm das richtige Taxi nach DEEP SPACE NINE. Dort auf diesem Schiff hat er nun genug Zeit zum Nachdenken. Vielleicht überdenkt er auch noch mal die Schritte seines Wechsels. Und wer weiß, am Ende wird er noch einsehen das diese Art und Weise, seinen Captain zu hintergehen doch nicht ganz so richtig war. Aber das kann mich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr stören. Denn wir sind zu anderen Aufgaben hier oben im All, nicht um Diplomatie zu lehren. Das überlasse ich gern den Herrn im Hauptquartier auf der Erde“.
Jetzt musste auch Stuart lachen. Sie bewunderte den Captain, der während der ganzen Zeit Bescheid wusste und sich dennoch nichts hatte anmerken lassen. Sie hatte in der ganzen Zeit auf dem Weg zum Transporterraum keine einzige Gefühlsregung bei Ihm erkennen können. Als Counselor hatte sie sonst immer was bei ihrem Captain gespürt, aber diesmal war alles ganz anders. Sie fragte sich auch schon ob sie auch vielleicht ihre Qualitäten als Counselor verloren hätte, aber wenn ja wodurch? So viel war jedenfalls klar, der Captain hatte McGillycuddy eine Retourkutsche gegeben, an der er bestimmt noch lange zu knabbern hatte. Selbst Commander Novak brachte ein Lächeln über die Lippen, was für ihn aber keine sonderliche Bedeutung hatte.
Als die drei Offiziere sich wieder beruhigt hatten, machten sich der Captain, seine Nummer Eins und Stuart wieder auf den Weg, um ihren Aufgaben nachzukommen.
„Nach dem sich mein lieber Mac so sang und klanglos von Bord geschlichen hat, muss ich wohl die Verhandlungen auf dem Planeten zu Ende führen,“ dachte sich der Captain als er auf dem Weg in die Bar war.
Auf dem gesamten Schiff vollzog sich wieder ein Rotationswechsel der Schichten. Nach diesem ereignisvollen Geschehnis wollte der Captain erst mal auf andere Gedanken kommen. Zudem musste er sich jetzt auch noch mit den nervigen Personen auf dem Planeten rumschlagen, um die Selbigen aus ihrer langjährigen Krise zu befreien. Kaum das Thorndyke die Bar 007 auf Deck sieben erreicht hatte, sollte er von einem erfrischendem Getränk abgehalten werden.
Zu diesem Zeitpunkt erhielt die ATLANTIS einen Notruf der Sternenflotte. Der Kommunikationsoffizier, der gerade seinen Dienst an dieser Station verrichtete, beorderte die drei Führungsoffiziere, mit dem Hinweis eines Notrufs der Priorität eins, sofort auf die Brücke.
Während die Drei sich an Turbolift zwei trafen, betraten sie diesen und die Kabine setzte sich umgehend in Richtung Brücke in Bewegung.
Dem Captain schossen tausend mögliche Gedanken durch den Kopf, was alles dieser Notruf bedeuten könnte. Doch nichts von all dem war richtig. Keiner von der Besatzung und auch nicht der Captain hatte mit so einem Notruf gerechnet. Der Lift hielt auf der Brücke und die Offiziere stiegen aus, während die Türen auseinander glitten. Der Captain wies Lieutenant Kelly, die zur Zeit Dienst an der Kommunikationsstation hatte, an:
„Lieutenant Kelly legen sie den Notruf direkt auf den Hauptschirm. Ich will wissen um was es geht und was alles davon betroffen ist.“
Der Lieutenant führte den Befehl des Captains sofort aus, aber aufgrund von sehr großen Störungen war dies nicht ganz möglich.
„Captain, eine Videoverbindung ist leider nicht möglich, es sind zu große Störungen im Netz. Ich kann Ihnen leider nur eine Audioverbindung herstellen“.
„Gut, legen sie die Verbindung auf die Lautsprecher und versuchen sie die Störungen zu beseitigen, jedenfalls soweit, das man die Mitteilung einwandfrei verstehen kann“.
Der Lieutenant führte den Befehl des Captains mit sofortiger Wirkung aus und über die Lautsprecher hörte man eine männliche Stimme, die leider immer wieder von Frequenzüberlagerungen gestört wurde. Mit verzerrter Stimme klang es aus dem Lautsprecher.
„Captain Thorndyke wir werden von den Borg angegriffen. Brechen sie bitte ihren derzeitigen Auftrag sofort ab und kommen sie mit Maximum-Warp zum System Wolf 359. Die Flotte ist schwer angeschlagen und wir werden wahrscheinlich einen weiteren Angriff nicht mehr standhalten können. Die Klingonen haben wir bereits informiert, die Romulaner haben wir auch in Betracht gezogen, aber unsere Notrufe scheinen nicht durchzudringen. Ihr Schiff könnte uns einen taktischen Vorteil einräumen, da es mit einem metaphasischen Schild ausgerüstet ist.“
„Admiral die Friedensverhandlung zwischen den Zoldaner und den Asconianer sind aber noch nicht ganz abgeschlossen. Außerdem hat uns unser Chefingenieur Commander McGillycuddy verlassen, so das ich die Verhandlungen alleine durchführen muss.“
„Captain Thorndyke ich lasse ihnen freie Hand. Entscheiden und handeln sie so, wie sie es für richtig halten. So wie sie auf dem Planeten fertig sind kommen sie zum Wolf-System. Noch was sollten sie und ihre Besatzung wissen. Captain Jean-Luc Picard wurde von den Borg von der U.S.S. ENTERPRISE entführt. Die Sternenflotte hat damit nicht nur einen guten Freund und geschätzten Captain verloren. Was das fürs uns bedeutet ist nicht auszumachen. Auf jeden Fall werden wir solange kämpfen und die Stellung hier halten wie wir können. Ihre Aufgabe liegt darin, mit ihrem Schiff den.....“

Hier brach abrupt der Funkkontakt ab. Alle weiteren Versuche zur Kontaktaufnahme zu einem der Raumschiffe im Wolf-System schlugen leider fehl.
Thorndyke, de
sich über den Ernst der Lage völlig im Klaren war, übergab das Kommando wieder an Rogers, der sich zu einer Doppelschicht auf der Brücke gemeldet hatte. Der Captain deutete Stuart und Novak an, sich mit ihm sofort auf den Planeten zu beamen. Die Verhandlungen sollten jetzt entschieden werden. Die Drei machten sich zum erneuten Mal auf den Weg zum Transporterraum. Kurz nachdem sie ihn erreicht hatten, betraten sie sogleich die Plattform und wurden sofort auf den Planeten gebeamt. Vor dem Gebäude auf dem Planeten warteten zwei Asconianer und zwei Zoldaner. Thorndyke fackelte nicht lange und gab beiden Parteien zu verstehen, das die ausgearbeiteten Pläne von Commander McGillycuddy angenommen werden sollten. Würden sich beide Parteien dagegen weigern, würde die Sternenflotte ein Schiff entsenden und beide Parteien wieder trennen. Dies würde auch zur Folge haben, das alle Eigentümer der Föderation in dessen Besitz übergehen würden. Die zerstrittenen Parteien sahen sich fragend an, kamen nach kurzer Zeit aber zu der Übereinkunft, die Friedensverträge zu akzeptieren. Denn sie wollten ja auch nicht auf die Materialien und die Gegenstände, die ihnen damals die Föderation zur Verfügung gestellt hatte verzichten. Thorndyke übergab den Asconianern und Zoldanern zwei Padd‚s mit Plänen. Er stand auf und nach dem üblichen Händeschütteln verließ er den Raum. Mit seinen Offizieren ließ er sich innerhalb kürzester Zeit wieder an Bord der ATLANTIS beamen. Noch im Transporterraum erteilte sofort Alarmstufe Rot auf dem gesamten Schiff. Die ATLANTIS wurde so schnell wie möglich in äußerste Alarmbereitschaft und höchsten Gefechtszustand versetzt. Alle medizinischen Einrichtungen und deren Arbeiter erhielten ständige Notfallbereitschaft. Thorndyke teilte über die Audio-Anlage des Schiffes folgenden Befehl mit.
„Sternzeit 44001,1 Computer-Lo
buch der U.S.S. ATLANTIS. Hier spricht Captain William-Peter Thorndyke. Wir haben soeben einen Notruf von einem Schiff der Sternenflotte erhalten. Die Borg unser erbitterster Feind haben den Captain der U.S.S. ENTERPRISE entführt. Dies könnte auch für uns einen Nachteil darstellen. Denn der Captain ist nicht nur mit dem Erdverteidigungssystem, sondern er könnte auch mit den Besonderheiten unseres Raumschiffes vertraut sein. Sollten wir zum Angriff gegen die Borg fliegen, könnte man das Wissen über dieses Schiff gegen uns ausspielen. Wir müssen daher mit größter Sorgfalt arbeiten und einen ganz bestimmten Plan ausdenken, den die Borg nicht ablehnen, aber auch nicht durchkreuzen können. Ich habe schon daran gedacht mit dem Schiff erneut in die Korona der Sonne zu fliegen und das BORG-Schiff mit hinein zu locken, aber wir müssen sehr geschickt sein, sonst glauben sie uns nicht. Vielleicht kann ich sie auch dazu bringen, das Picard mit mir spricht und uns einen Vorteil daraus erwirtschaften. Ende der Ansprache an die Arbeit Frauen und Männer“.
Das Schiff flog eine 45 Grad Wende und beschleunigte sofort auf Warpgeschwindigkeit. Die Antriebsgondeln erleuchteten in dem üblichen weißblauen Farbton und in der gleichen Minute schoss das Raumschiff in die Ferne, um mit einem hellen Lichtblitz die Warpbarriere zu durchbrechen. Die langgezogenen Warpsterne zogen an der ATLANTIS wie lange weiße Bindfäde
vorbei. Die Unruhe auf dem Schiff wuchs von Minute zu Minute. Jeder dachte an das was die BORG der Menschheit schon alles angetan hatte. Besaß man überhaupt eine Chance gegen sie. Im Maschinenraum musste man jetzt ohne Lieutenant Commander McGillycuddy zurecht kommen. Die Offiziere arbeiten wie gewohnt weiter zusammen, diesmal nur in etwas ungewohnter Art. Der Captai
hatte gar keine Zeit mehr dafür bekommen einen Offizier in den Rang des Chefmaschinisten zu versetzen. Dies störte die Offiziere aber nicht weiter. Auf der Brücke war man sich noch nicht ganz klar darüber, ob man mit dem Schiff in die Korona der Sonne einfliegen sollte oder die BORG bzw. ihren Fürsprecher mit Hinterlist einen ähnlichen Plan unterbreiten sollte. Irgendwie müsste man die BORG doch besiegen können. Man ging her um die Frequenzen der Phaser ständig zu ändern. Man unterhielt sich auch über die Entwicklung eines Torpedos, der mit Gamma-Strahlenpartikeln vollgestopft ist und sich an das BORG-Schiff haften kann. Gezündet werden sollte er erst wenn man etwas Abstand gewonnen hätte. Das alles waren gute Ideen, die aber nur zum Teil in die Tat umgesetzt werden konnten. Man war sich also darüber klar, das es eigentlich gar keine effektive Waffe gegen die BORG geben konnte. Das Einzige was man hatte, war ein Schiff, das zwar besondere Ausstattungseinrichtungen hatte, aber dennoch keinen wertvollen Vorteil herausschlagen konnte. Als die ATLANTIS das Sonnensystem erreichte, verlangsamte man auf Impulsgeschwindigkeit. Die ATLANTIS flog vorbei an Saturn, dessen Ringe man in diesem Augenblick besonders gut erkennen konnte. Weiter flog die ATLANTIS vorbei an Jupiter, dessen Wolkenbänder, selbst durch die hohe Besiedelung keinen Schaden genommen hatte. Auf den Scannern des Schiffes sah man, das geraume Zeit zuvor schon viele Sternenflottenschiffe diesen Raum durchflogen hatten. Die ATLANTIS erreichte nun das Wolf-System, doch alles was man hier vorfand, waren zerstörte Raumschiffe. Wenn nicht von einigen Schiffen Funken fliegen würden und sie weiterhin auseinander brachen, könnte man zu dem Entschluss kommen, man sei hier auf einem Raumschifffriedhof. Die gesamte Flotte ist hier an den BORG gescheitert. Die Melbourne, die Tollstoi, die Kyushu, die Saratoga und viele andere Schiffe trieben regungslos im Raum. Die Offiziere auf der Brücke befiehl eine tiefe Trauer. Nur die ENTERPRISE fehlte. Hatte sie überlebt? Doch das Schiff über einen Funkspruch zu erreichen hatte keine Wirkung. Vielleicht war das Schiff auch noch in einen Kampf mit den BORG verwickelt und konnte somit keinen Funkspruch empfangen oder absenden. Vielleicht auch nur zum Schutze für andere. Die BORG wussten vielleicht auch nicht das noch andere Völker überlebt hatten. Ein einziges Schiff, mit einer Sternenflotten Warpsignatur, flog in Richtung 001, also direkt zur Erde. In den Computern sah man gleich das es sich um die ENTERPRISE handelte. Hatten sie ihren Captain befreien können oder mussten sie immer noch bangen, das er zusammen mit den Borg die Erde vernichten würden. Captain Thorndyke, der sich zu diesem Zeitpunkt nicht auf der Brücke, sondern in seinem Raum befand, musste immer wieder an die Geschichte zwischen David und Goliath denken. Konnte man überhaupt gegen so einen Gegner ankommen? Wenn die Zeit weitaus reicher bemessen wäre, dann könnte man bestimmt einiges von den Ideen in die Tat umsetzen. Aber jetzt wo der Feind direkt vor der Haustür lauerte, würde man sich vielleicht sowieso nur noch eine Frage Stellen? Werden wir überleben oder von den BORG assimiliert. Wird die gesamte Menschheit vernichtet? Fragen über Fragen. Die ATLANTIS passierte den äußeren Verteidigungsgürtel der Erde, vorbei am Erdtrabanten Mond. Auf den Anzeigen der Scanner zeigten sich viele tausende Bruchteile von einem explodiertem Schiff. Laut Anzeige der Scanner waren es keine von der U.S.S. ENTERPRISE, sondern von dem verfolgten BORG-SCHIFF, welches die ENTERPRISE bis hierher, zum Sektor 001, verfolgt hatte. So wie es aussah, hatte man wohl doch einen Weg gefunden die BORG aufzuhalten und zu vernichten.
Ein Funkspruch vom Sternenflotten-Hauptquartier erreichte die ATLANTIS.
„Hier spricht Vizeadmiral Nechayev. Die U.S.S. ENTERPRISE unter dem derzeitigen Kommando von Captain William Riker hat das BORG-SCHIFF zerstört. Captain Picard, der von den BORG entführt wurde, ist jetzt wieder an Bord der ENTERPRISE und wird nach der Entfernung der Borgimplantate und einer gründlichen Regenerierung seinen Dienst und das Kommando über sein Schiff wieder aufnehmen. Captain Thorndyke, sie begeben sich mit ihrem Schiff zur Erdstation BRODUISK, wo die ATLANTIS generalüberholt wird. Über den genauen Zeitplan informieren wir sie noch. Nechayev Ende“.
„Hier Captain Thorndyke habe verstanden, Befehl wird sofort ausgeführt“.


McGillycuddy‚s stumme Beförderung

Nachdem die ATLANTIS in den Erdorbit eingeschwenkt war und sich langsam der Erdstation BRODUISK näherte, erreichte Thorndyke eine weitere Mitteilung. Der Captain saß mal nicht in seinem mintgrünem Sessel auf der Brücke, sondern bearbeitete ein paar Daten auf einem Desktop in seinen Bereitschaftsraum. Die Nachricht wurde ihm gleich dorthin übermittelt. Auf dem kleinen Bildschirm erschien die Insignia der Sternenflotte. Thorndyke wusste sofort, das mal wieder Meldungen und Nachrichten von Starfleet im Anmarsch waren. Doch was er jetzt da auf seinem Bildschirm sah, verwunderte ihn total. McGillycuddy hatte es wiedermal geschafft. Er wurde innerhalb kürzester Zeit schon wieder befördert. Diesmal waren die Damen und Herren der Sternenflotte aber ein bisschen zu weit gegangen, befand Thorndyke.


McGillycuddy‚s neuer Job

McGillycuddy der sich mittlerweile auf dem Weg nach Deep Space Nine befand, hatte nun reichlich Zeit zum überlegen. Denn er war nicht, wie er es sich ursprünglich gedacht hatte mit einem Raumschiff der Galaxy-Klasse unterwegs, sondern in einem alten Raumschiff der Sydneyklasse. Diese bewegte sich wie eine kriechende Schnecke durch den Weltraum. Denn an diesem Raumschiff funktionierte der Warp-Antrieb nur stellenweise. Mal ging er, mal ging er nicht. McGillycuddy, der sich in sämtlichen Maschinenräumen von Föderationsschiffen auskannte, wollte sich gerade auf den Weg machen um mal nach dem Rechten zusehen und traf auf einen Lieutenant von diesem Schiff. Als er nachfragte, warum das Schiff so langsam fliegen würde, bekam er als Antwort, das ein so altes Schiff halt eben nicht schneller fliegen könne. McGillycuddy wollte anschließend wissen wo denn der Maschinenraum sei um vielleicht ein paar Verbesserungen vorzunehmen, damit das Schiff dann doch noch auf Warpgeschwindigkeit zu bringen. Der Lieutenant gab ihm zu verstehen, das er nur als Gast an Bord dieses Raumschiffes sei und sich auch so zu verhalten habe. Sollte er diesem Befehl nicht nachkommen, würde er zwangsweise in eine Arrestzelle kommen. Um weitere Unannehmlichkeiten zu vermeiden ging McGillycuddy wieder in sein Quartier, sagte dem Lieutenant das er den Captain innerhalb der nächsten Stunde gern sprechen würde. Der Lieutenant nickte nur und ging den halbwegs dunklen Gang weiter Richtung Turbolift.So musste s
ch McGillycuddy also damit zufrieden geben, den Captain des Raumschiffes in einer oder vielleicht auch erst zwei Stunden sprechen zu können. Da er seinen Kommunikator auf der ATLANTIS vergessen hatte und diese Schiff keine Kommunikationseinrichtung im Quartier aufwies, blieb ihm nichts anderes übrig, als einen der Crew-Mitglieder auf dem Schiff anzusprechen um dann seine Wünsche loszuwerden.
Also vertiefte er sich in seine Unterlagen und machte sich mit den Aufgaben und Anforderungen vertraut, die er als Sonderbotschafter wohl demnächst ausüben würde. Er betete leise vor sich hin, das diese unangenehme Reise doch wohl hoffentlich bald vorbei sei und das Schiff ein bisschen schneller fliegen würde. Als er so vor sich hin grübelte, vertiefte er sich weiter in seine Akten und blätterte eine Seite nach der Anderen durch. Seine neue Aufgabe und die dazugehörigen Gebiete als Sonderbotschafter waren sehr interessant. Bekam er doch noch mehr Rechte zu seinen Jetzigen hinzu. Aber auch die Pflichten sollten nicht weniger werden. So hatte er bei fast jedem Gespräch mit Außerirdischen Völkern dabei zu sein. Er musste ständig zur Verfügung stehen und hatte daher auch nur noch sehr wenig Freizeit. Andererseits standen ihm auch fast alle Türen im Hauptquartier der Sternenflotte offen. Er konnte sich dort frei bewegen, wo er zuvor noch eine Sondergenehmigung für brauchte. So hatte er freien Zugang zum Besprechungsraum der Admiralitäten, konnte mal eben so zu den abgesperrten Bereichen der Gäste gelangen oder kurzfristig mal eben in ein Raumschiff gelangen. Bestens dachte er sich. Endlich komme ich dahin, wo ich zuvor nur von träumen durfte.
Langsam, aber dennoch mit beständiger Geschwindigkeit flog die U.S.S. SMALLTOWN weiter Richtung DEEP SPACE NINE. Das ganze Geschehen von der Entführung des Captains der U.S.S. ENTERPRISE, dem Angriff der Borg auf alles was sich ihnen in den Weg stellte, noch von der Bedrohung auf die Erde, entging der Besatzung der U.S.S. SMALLTOWN und somit auch Lt.-Cmdr. McGillycuddy. Mochte es wohl daran liegen, das die SMALLTOWN eine karge Ausstattung hatte und durch ihr hohes Alter auch nicht mehr voll funktionsfähig war.

Die ATLANTIS schwenkte in eine direkte Umlaufbahn zur E
de ein und flog nicht wie ursprünglich vorgesehen zur Erdstation McKinley, sondern weiter zur Erdstation BRODUISK. Von hier aus war sie auch zu ihrer ersten Mission gestartet. Langsam schwebte die ATLANTIS auf die Erdstation zu. Als die riesige Untertassensektion noch nicht ganz unterhalb von der Station war, stoppten alle Maschinen der ATLANTIS. Die Massenträgheit des Schiffes bewegte es ganz langsam bis zu der Stelle wo die Andockpunkte waren. Als die Untertassensektion von den krallenartigen Armen der Station umschlungen waren, wurde das Schiff auch im Heckbereich festgemacht. Die ATLANTIS schwebte nun in der Erdstation. Sofort begann man damit Wartungstrupps und anderes Hilfspersonal auf die
TLANTIS zu beamen. Die Umbau- und Wartungsarbeiten sollten kurz wie möglich gehalten werden, denn auf die ATLANTIS und ihre Besatzung wartete schon wieder eine neue Aufgabe. Als Admiral Baxter an Bord der ATLANTIS kam, um von Captain Thorndyke die Arbeiten von Lieutenant Commander McGillycuddy in Empfang zu nehmen, bedeutete er Ihr, das die Arbeiten des Lieutenant Commander‚s solange an Bord der ATLANTIS verbleiben, bis er darüber entschieden hat, sie frei zu geben. Der Admiral verstand nicht ganz was Thorndyke damit bezwecken wollte.
„Admiral, die Sache ist doch ganz einfach zu verstehen. Lieutenant Commander McGillycuddy hat mich auf eine ganz hinterlistige Art und Weise hintergangen. Ich dulde so ein Verhalten nicht auf meinem Schiff. Und deshalb bleiben die Arbeiten, welche er in Wort und Aufzeichnungen auf Padd‚s gespeichert hat, solange an Bord wie ich es für richtig halte. Und nun zum zweiten Problem. Dadurch das McGillycuddy so abrupt die ATLANTIS verlassen hat, brauche ich natürlich schnellstens wieder einen Chefmaschinisten. Ich hoffe, sie haben bereits für Ersatz gesorgt, denn als Chef der Personalabteilung sind sie ja mit diesen Problemen bestens vertraut. Und geben sie mir nicht wieder so einen Spezialisten, der nach kurzer Zeit wieder Sonderbotschafter wird. Ich brauche Männer und Frauen, auf die erstens Verlass ist, zweitens ihr Gebiet verstehen und drittens keine Kurzzeitgäste sind“, sagte Thorndyke mit einem sehr betonendem Klang in seiner Stimme.
„Captain Thorndyke, stellen sie etwa meine Aufgaben und fachlichen Qualitäten als Chef der Personalabteilung in Frage? Das sollten sie besser nicht tun, sonst helfe ich Ihnen das nächste Mal nicht mehr so überaus großzügig“.
„Geraldine, ich glaube sie wissen ganz genau, wie ich das gemeint habe. Bin ich denn jemals unfreundlich zu Ihnen gewesen? Oder habe ich sie schon mal in einer anderen Situation enttäuscht“? Ich glaube nicht. Ach, da ist noch etwas. Die Tochter von Admiral Thomas Henry möchte an Bord meines Schiffes den Dienst zum Counselor aufnehmen. Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn sie den üblichen Papierkram vermeiden könnten und sie sofort in den Dienst des Counselors versetzen könnten. Ich werde sie an Bord der ATLANTIS dann den Prüfungen für die Rangaufstiege unterziehen“.
„Gut William-Peter, dieses mal drücke ich noch ein Auge zu, aber beim nächsten Mal sind sie mir etwas schuldig, sagen wir eine Flache Dom Perignon, den Jahrgang dürfen sie bestimmen. Ihr Chefmaschinist wird innerhalb der nächsten Woche zu Ihnen an Bord kommen“.
„Gut, ist gemacht“. Mit Commander Stuart habe ich die Situation schon abgeklärt. Sie ist damit einverstanden, das Miss Fraser den Dienst als Counselor aufnimmt. Sowie sie den Rang des Lieutenant Commanders inne hat, tritt Commander Stuart ihren offiziellen Dienst nur noch als Chefin der Sicherheit an“.
In den Transporterräumen war mal wieder der Bär los. Ständig wurde Wartungspersonal auf die ATLANTIS gebeamt. Im Maschinenraum waren mehr Leute als auf dem Marktplatz in El Passo.


Reparaturarbeiten

Die ATLANTIS hatte nach dieser Mission eine Vielzahl von Arbeiten im Inneren des Rumpfes und auch an der Außenhülle über sich ergehen lassen müssen. So wurden auch die Phaserbanken neu ausgerichtet. Dies würde nicht nur zu einer besseren Verteidigung dienen, sondern auch bei Arbeiten zur auf einer planetarischen Ebene helfen. Technikerteams waren viele Tage damit beschäftigt die Phaser neu auszurichten und in vielen Holosimulationen wurden die Phaser gestestet. Wieder und wieder wurden sie neu eingestellt und noch etwas verbessert. Bis sie dann letztendlich soweit waren, das man keine Verbesserungen mehr hinzufügen konnte.
Von außen gesehen hing die ATLANTIS ganz leblos in diesem krallenartigen Dock. Je zwei Greifarme umschlungen eine Warpgondel. Der Zentralbau mit der Kuppelsektion umfasste einen großen Teil der Diskus-Sektion und die Untertassensektion wurde von vier dieser Greifarme umschlossen. Dadurch konnten Wartungsarbeiten an der Außenhülle viel schneller erledigt werden als sonst. Techniker hätten sonst in Raumanzüge anziehen müssen, mit Shuttlen zu den Reparaturstellen geflogen werden müssen, um die beschädigten Außenteile zu reparieren. Jetzt brauchte man nur noch durch die Station zu gehen bis man an der Stelle war wo das Schiff repariert werden sollte. In den Verbindungsfluren zu den Andockschleusen waren in einer kleinen Kammer mindestens vier Raumanzüge, die die Personen vom Wartungsteam dort anziehen konnten. Anschließend begaben sie sich durch die Schleuse nach draußen, um dann gleich ihre Arbeit aufzunehmen.
An der Außenhülle des Schiffes konnte man viele schwarze Flächen erkennen, die an den Beschuss von fremden Schiffen oder ähnlichen Einschlägen erinnerten. Auch im hinteren Bereich des Sekundärrumpfes und an den Verbindungsträgern zu den Warpgondeln konnte man große schwarze Flecke erkennen. Die großflächigen schwarzen Stellen wurden von jetzt von vielen Personen in Raumanzügen beseitigt.


Landurlaub

Während die Reparaturarbeiten und Modifikationen an der ATLANTIS in vollem Gange waren, begab sich der Captain von der Brücke zu seinem Quartier. Auf dem Weg dorthin begegneten ihm nicht nur die Offiziere seiner Besatzung, sondern auch viele fremde Personen, die zum Wartungspersonal gehörten. Auf Deck 4 angekommen betrat der Captain sein Quartier als sich die Türen geöffnet hatten. Er trat ein und als die Türen geschlossen waren ließ Thorndyke sich erst mal auf sein Sofa fallen. Einige Minuten wollte er sich hier ausruhen, bevor er sich ein paar Sachen für seinen kurzen Landurlaub zusammen packen wollte. Als er fertig war nahm seine Tasche und begab sich auf den Weg zum Transporterraum zwei. Auf dem Gang dorthin begegnete er seinem ersten Offizier.
„Commander Novak, warum kommen sie nicht mit auf die Erde, ich würde sie gern meinen Geschwistern vorstellen“, sagte der Captain.
Der Commander entgegnete ihm nur: „Captain, einer vom Führungspersonal muss doch an Bord bleiben“.
Mit dieser Aussage hatte er nicht ganz unrecht, denn alle anderen Offiziere des Führungsstabs waren zu der gleichen Ansicht gekommen, wie ihr Captain. Jetzt wo die ATLANTIS schon mal in der Nähe der Erde war, konnte man gleich diese kleine Pause für einen Landurlaub nutzen. Denn keine wusste, wie der nächste Auftrag aussehen würde. Und auch die nächste Mission, würde wahrscheinlich länger dauern, als nur ein Jahr. Miss Fraser war auf dem Weg zu ihren Eltern, die beiden jungen Fähnriche spazierten direkt zur Academy, um ihren Freunden von der vergangenen Mission zu erzählen und Commander Stuart reiste zu ihrer Mutter. Doctor Dent hatte sich auf den Weg zum Hauptquartier gemacht, um die Pläne für ein ganz neues Programm, namens MHN, anzusehen.
Thorndyke, der jetzt endlich als Letzter Urlauber die Plattform des Transporters betrat, tippte noch mal kurz auf seinen Komminkator, um Commander Novak einen letzten Befehl vor seinem Urlaub zu erteilen:
„Nummer eins, passen sie gut auf mein Schiff auf und lassen sie nicht so viele Neugierige an Bord, sie wissen das ich es auf den Tod nicht leiden kann, wenn Fremde auf meinem Schiff sind und ich derweil ein paar Tage ausspanne. Außerdem bleibt mein Raum verschlossen, bis das ich wieder an Bord komme“.„Novak hier. Habe ihre Anweisungen verstanden und werde ganz in ihrem Sinne handeln, sollte sich Widererwarten etwas Außergewöhnliches ereignen. Captain ich wünsche ihnen ein paar ruhige und angenehme, entspannende Tage auf der Erde“.
Danke Commander. Ich melde mich alsbald bei ihnen“.
„Chief haben sie die Koordinaten um mich ins Hauptquartier zu beamen“?
Der Chief nickte nur und im selben Augenblick dematerialisierte der Captain. Einen kurzen Augenblick später materialisierte er in der großen Empfangshalle der Sternenflotte. Viele Personen und nicht nur welche von der Erde liefen heute durch diese große Halle. In den Landebuchten stand ein Shuttle hinter dem Anderen. Was wohl im Hauptquartier los sei dachte sich der Captain so. Es war ihm eigentlich vollkommen egal, denn er wollte ja schließlich nur ein paar Tage bei seinen Geschwistern ausspannen.
Er war noch nicht ganz aus der Halle gegangen, da riefen ihm ein paar Offiziere zu, er solle doch einen Augenblick warten, was Thorndyke dann auch Widerwillen tat. Zwei alte Bekannte von der U.S.S. RHONIN hatten ihn wiedererkannt und wollten nun wissen, wie sich die ATLANTIS in ihrer ersten Mission so geschlagen hat. Thorndyke machte ein paar positive Bemerkungen, sagte auch den einen oder anderen Satz, aber er bedeutete den beiden Offizieren das er erwartet würde und sich leider nicht länger aufhalten könnte. Gleichzeitig gab er aber zu verstehen, das er bei nächster Gelegenheit die Vorzüge und auch die erste Mission mit gebührendem Anstand verlauten ließe. Mit diesen Worten ging der Captain unbehelligt durch die Halle durch, um dann draußen von seiner kleinen Schwester empfangen zu werden. Auch sie sagte nicht viele Worte. Beide stiegen in das kleine Shuttle ein und flogen Richtung Heimathaus davon. Endlich angekommen begrüßte ihn der Rest der Familie vor seinem Elternhaus. Alle gingen sie gemeinsam ins Haus um von ihrem Bruder und Schwager die neusten Abenteuer zu erfahren. Aber es sollte gar nicht soweit kommen, stattdessen servierte seine große Schwester schon das Abendessen. Es war keinem der Anwesenden bewusst geworden, das es wieder so spät werden würde. Nach ausgiebiger Mahlzeit setzten sich alle an den großen Kamin und warteten nun darauf, das ihr Bruder anfing die erste Mission des neuen schiffe kund zu geben. Eigentlich hatte William-Peter überhaupt keine Lust dazu, er wollte sich eigentlich nur mal wieder so richtig im eigenen Bett ausschlafen. Aber um nicht durch löchernde Fragen zu sterben fing er dann doch endlich an und erzählte wie alles an Bord seines Schiffes, der ATLANTIS, anfing. Bis spät in die Nacht erzählte er und als ihm dann die Augen zu fielen, fanden auch die anderen, das es Zeit wäre nun ins Bett zu gehen. Daraufhin begaben sich alle der Familie ins Bett. Den Kamin ließ man der Gewohnheit halber ausbrennen.


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